Der Siebenjährige Krieg

"Benolpe - Geschichte einer Schulgemeinde" von Burkhard Lütticke

Der Siebenjährige Krieg

Der Siebenjährige Krieg ist die Bezeichnung für den 3. Schlesischen Krieg und den gleichzeitigen französisch-britischen Krieg in den Kolonien (1756 bis 1763).

Von Kampfereignissen blieb Drolshagen in den ersten Jahren dieses Krieges verschont. Zwar durchstreiften immer wieder umherziehende Truppen die sauerländischen Berge, sie schlugen aber kein Quartier auf, sondern wechselten ständig ihren Standort.

Im Jahr 1759 drangen die mit Preußen verbündeten Alliierten (Engländer, Hannoveraner, Hessen und Braunschweiger) ins Land, nahmen Geiseln und steckten junge Männer in Uniform. Um der Zwangsrekrutierung zu entgehen, flohen viele von ihnen und versteckten sich in den Bergen.

Das Kloster Drolshagen musste 1759 eine Kriegskontribution von 2000 Reichsthalern zahlen. Am 16.09.1759 drangen hannoversche Reiter in die Stadt ein, plünderten drei Tage lang das Kloster aus und trieben in der Stadt ihre Späße.

Im Sommer 1760 rückten die Franzosen an. Sie quartierten sich aber nicht in Drolshagen ein, verlangten aber Verpflegung für die Truppe und Futter für die Pferde. Bauern, die noch Pferde und Ochsen hatten, müssen diese vor die Futterkarren spannen und so Vorspanndienste leisten.

Kaum waren die Franzosen abgezogen, rückten wieder Husaren der gegnerischen Seite an und erpressten von den Leuten die letzten Habseligkeiten.


Der Siebenjährige Krieg brachte sehr große Not und Armut über die Bevölkerung.

 


Quellenhinweis: 
Scheele: Der 7-jährige Krieg. In: HBO. Jg. 14(1937). S. 41 ff.
Hesse: Geschichte. S. 246

 

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