Die Reformationszeit

"Benolpe - Geschichte einer Schulgemeinde" von Burkhard Lütticke

Die Reformationszeit

Martin Luther löste 1517 mit seinen Thesen die christliche Erneuerungsbewegung, die die abendländische Kircheneinheit sprengte, neue kirchliche Gemeinschaften und eine neue religiöse Haltung (Protestantismus) entstehen ließ, aus.

Die Reformation breitete sich, unterstützt von den Landesherren, deren Eigenständigkeit sie stärkte, rasch in Deutschland aus. Kaiser Karl V. stellte auf dem Reichstag in Speyer 1526 den Landesherren ihr konfessionelles Verhalten frei. Die Untertanen mussten die Konfession des Landesherren übernehmen, der auch die geist­liche Aufsicht ausübte.

Drolshagen blieb zunächst von diesen Veränderungen unberührt. Doch im benachbarten Neustadt (Bergneustadt) 1566, Eckenhagen 1569 und Lieberhausen 1586 fand der Übergang zum lutherischen Glauben statt.

Im benachbarten Wiedenest beginnt die heutige Religionsgrenze. In der 1841 vom Belmicker Pfarrer Johann Joseph Süß verfassten Chronik von Belmicke nennt dieser als Jahreszahl des Glaubenswechsels von Wiedenest das Jahr 1647. Bis zur Reformation, genauer gesagt bis zum Übertritt der Pfarrei Wiedenest vom katholischen zum lutherischen Glauben gehörte auch Belmicke mit den Nachbarorten zu dieser Pfarrei.

Doch die auf der hohen Belmicke wohnenden Katholiken machten diesen Glaubenswechsel der Wiedenester Pfarrei nicht mit und blieben katholisch.

 


Quellenhinweis: 
Alterauge: Die St. Anna Prozession. In: Rundblick der Stadt Drolshagen. Juli 1983

 

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