Erste urkundliche Erwähnungen

"Benolpe - Geschichte einer Schulgemeinde" von Burkhard Lütticke 

Erste urkundliche Erwähnungen 

Für die Ortschaften der ehem. Schulgemeinde Benolpe konnte ich die nachfolgend aufgeführten ersten urkundlichen Erwähnungen feststellen. Die Entstehung der verschiedenen Ortschaften kann durchaus viele Jahre früher erfolgt sein.

Benolpe 

Eberhard Stummel aus Attendorn kaufte am 12.11.1394 von Hermann von Ostentrop, genannt Knybe, und seiner Frau Styne den schmalen Zehnt zu Bleche, Scheda, Neuenhaus und Bühren, ferner 16 Schilling Zehntlöse, bezogen auf das Gebiet in und um Drolshagen, die auf Jacobi (25. Juli) fällig und auf dem Kirchhof in Drolshagen zu zahlen waren.
Hermann Stummel, Sohn von Eberhard Stummel erwarb zwischen 1394 und 1470 von der Familie von Ostentrop weitere Zehnten und Zehntlösen im Kirchspiel Drolshagen, darunter auch
Aldenvelde (Altenfeld)   2 Schilling
Gelsloe (Gelslingen)     4 Pfennig
Benoilpe (Benolpe)       1 Albus

Diese Zehnten und Zehntlösen werden alle am 1.4.1470 an das Kloster Ewig verkauft.

Quelle: Scheele, N.: Regesten Ewig, Urk. 14 und 158
(Bei Altenfeld handelt es sich um eine Siedlungswüstung zwischen Drolshagen und Stupperhof.)

 

Feldmannshof
1582

Ningelen Clas zu Benolpe ist einer der Zeugen bei folgender Beurkundung: Dederich Bockemull uff der Belmcke (Belmicke) und seine Frau Katharina, Peter Velttman in Feltmanshove (Feldmannshof) und seine Frau Catharina sowie Johan Feltman in der Dumbgen (Dumicke) und seine Frau Anna verkaufen dem Lentze zum Eickenn und dessen Frau Goettgen 3 Viertelsaat Heuwachs in der Stendtemich, grenzend an den Käufers Feld, Michel Schurman und Geigen Johans; Ferner 1 Maltersaat Wildnis am Alpenscheidt, grenzend an Willen Even, des Käufers Wiese und den Seipen. Die beiden Stücke stammen von der Schwiegermutter (des erstgenannten Dederich) bzw. Mutter (der nachgenannten Peter und Johan) der Verkäufer und sind dieser von deren Bruder Johan zu den Eicken abgeteilt worden.

Quelle: Richtering: Archiv... Drolshagen. Urk. 455

 

Gelslingen

Eberhard Stummel aus Attendorn kaufte am 12.11.1394 von Hermann von Ostentrop, genannt Knybe, und seiner Frau Styne den schmalen Zehnt zu Bleche, Scheda, Neuenhaus und Bühren, ferner 16 Schilling Zehntlöse, bezogen auf das Gebiet in und um Drolshagen, die auf Jacobi (25. Juli) fällig und auf dem Kirchhof in Drolshagen zu zahlen waren.
Hermann Stummel, Sohn von Eberhard Stummel erwarb zwischen 1394 und 1470 von der Familie von Ostentrop weitere Zehnten und Zehntlösen im Kirchspiel Drolshagen, darunter auch
Aldenvelde (Altenfeld)  2 Schilling
Gelsloe (Gelslingen)     4 Pfennig
Benoilpe(Benolpe)       1 Albus

Diese Zehnten und Zehntlösen werden alle am 1.4.1470 an das Kloster Ewig verkauft.

Quelle: Scheele, N.: Regesten Ewig, Urk. 14 und 158
(Bei Altenfeld handelt es sich um eine Siedlungswüstung zwischen Drolshagen und Stupperhof)

 

Gipperich
26. April 1457

Heyneman van Gitbergh und seine Frau Fye verkaufen vor dem Vogt des Klosters Drolshagen, Junker Willem von Plettenbert (Hof- und Lehnsrichter), der Gerhard Konnynck von Wecherkusen (Wegeringhausen) ihre vom Kloster lehnrührigen Güter zu Wecherkusen.

Quelle: Richtering: Archiv ... Drolshagen. Urk. 80

 

Stupperhof
01. Mai 1591

Johan Grothe zu Gipperg und seine Frau Gertraudt schulden dem Peter Valbertt zum Stupperg (Stupperhof) und dessen Frau Styna einen näher spezifizierten Betrag von 12 Talern - zu je 26 Schilling - und 18 Albus, herrührend aus einer Pfandforderung des verstorbenen Johan Valbertt, Vater des Gläubigers. Unterpfand ist die Boecher Wiese oberhalb Gippergh, grenzend an Gerdt Naflecke zu Gippergh und Herman Olpe daselbst.

Quelle: Richtering: Archiv... Drolshagen. Urk. 583

 

Wormberg
1495

Maria Schonhalß, Äbtissin des Gotteshauses zu Drolshagen, die Priorin, die Kellnerin und der ganze Konvent vergleichen sich mit Heynrick Valber(d)t wegen eines strittigen Wiesen­plätzchens in der Wormicke zwischen beider Besitz an der Landwehr, unter der "voer" und am Wasser, indem sie auf ihre Ansprüche verzichten.
(Anmerkung: Es ist nicht eindeutig zu klären, ob die Bezeichnung "in der Wormicke" auf die Ortschaft Wormberg hinweist oder ob es sich um eine Flurbezeichnung handelt.)

Quelle: Richtering: Archiv ... Drolshagen. Urk. 108

22. Feb. 1516

Peter Rutger und Frau Katryna tauschen mit Frau Anna van den Stheynen, Äbtissin des Klosters Droilshagen, und den Konventsjungfern einen abgegrenzten Platz up dem Schoppen unter ihrem Hof, wofür sie eine Wiese des Klosters tho dem Wormbrige in der Bremike erhalten.

Quelle: Richtering: Archiv ... Drolshagen. Urk. 122

Aktuelle Seite: Home Benolpe - Geschichte einer Schulgemeinde Erste urkundliche Erwähnungen