Jagddienste im 17. Jahrhundert

"Benolpe - Geschichte einer Schulgemeinde" von Burkhard Lütticke

Jagddienste im 17. Jahrhundert

Die Bürger der Stadt Drolshagen hatten, wie auch in der Stadt Olpe von alters her freie Jagd und Fischerei. Allerdings mussten sie bei den erlegten Hirschen, Schweinen und Rehen ein Hinterviertel dem Amtshaus (die Burg) Bilstein abliefern.

Von Jagddiensten waren die Bürger der Stadt Drolshagen und die Bewohner des Gerichts Drolshagen frei.
In nur einem Fall wurde dieses Recht durch­brochen. Vom 16. bis 23.08.1629 waren Leute zu Jagddiensten herangezogen worden. Aus dem Kirchspiel Drolshagen mussten 12 Kötter Jagd­dienst leisten. Darunter waren aus der Schulge­meinde Benolpe

  • Johan Surich zu Gipperich und
  • Peter Velthuns sohn zu Gelßlingen. 


Als 1665/66 wieder Einwohner zu Jagddien­sten herangezogen werden sollten, wehrten sich diese. In Gegenwart des Gerichtsscheffen Caspar Kreyll fand am 22.02.1666 zu Drolshagen vor dem Sekretär Petrus Harnischmacher wegen der Jagd ein Zeugenverhör statt. Die geladenen Zeu­gen erklärten, dass bis auf einen Fall (siehe oben) man nie zu Jagddiensten herangezogen bzw. gezwun­gen worden sei.

Wie die Angelegenheit ausgegangen ist, wurde nicht berichtet. Da aber keine weiteren Hinweise über zu leistende Jagddienste auffindbar sind, haben sich die Einwohner scheinbar mit Erfolg gewehrt.

 


Quellenhinweis: 
Scheele: Jagddienste. In HSO. 7(1951). S. 427

 

Aktuelle Seite: Home Benolpe - Geschichte einer Schulgemeinde Jagddienste im 17. Jahrhundert