Über die Geschichte Drolshagens

"Benolpe - Geschichte einer Schulgemeinde" von Burkhard Lütticke

Über die Geschichte Drolshagens

Über die Geschichte Drolshagens ist in heimatkundlichen Schriften schon häufiger berichtet worden.

Aus diesem Grunde soll an dieser Stelle auf eine Geschichtsdarstellung in Form eines längeren Aufsatzes verzichtet werden. Ich weise hierzu auf das Buch "Geschichte des Kirchspiels und Klosters Drolshagen" von Josef Hesse, die "Chronica Drolshagensis" des Priesters Johannes J. W. Finck aber auch die Heimatblätter für den Kreis Olpe und die Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe hin.

Um jedoch bestimmte Ereignisse, die sich im Laufe der Geschichte im Kirchspiel und der ehemaligen Schulgemeinde Benolpe zugetragen haben, besser in die übrigen Geschehnisse dieser Welt einordnen zu können, soll die nachfolgende Aufstellung einen kurzen datenmäßigen Überblick geben.

 

um 1056-1075 Bau der St.-Clemens-Pfarrkirche zu Drolshagen. Als Erbauer der Kirche wird der hl. Anno, von 1056 bis 1075 Erzbischof von Köln, anzusehen.
1185 Erste urkundliche Erwähnung von Drolshagen
1235 Drolshagen wird in der Schenkungsurkunde des Grafen Heinrich III. von Sayn und seiner Gemahlin Mechtildis erwähnt. Das Grafenpaar schenkte den Zisterzienserinnen in Drolshagen neben größerem Grundeigentum (einen Haupthof, neun weitere Bauernhöfe und eine Mühle) die Kirche zu Drolshagen.
1235 Aufgrund der vorstehenden Schenkung gilt dieses Jahr als das Gründungsjahr des Klosters Drolshagen. Das genaue Gründungsjahr ist nicht bekannt. In den folgenden 200 Jahren wird der Klosterbesitz ständig vermehrt, so dass im 16. Jahrhundert der Klosterhof in und um Drolshagen Ländereien von insgesamt ca. 180 ha Fläche bewirtschaftete (Hof- und Wirtschaftsland ca. 100 ha, Waldbesitz ca. 85 ha)
02.03.1477 Drolshagen werden die Stadtrechte verliehen. Es erhielt Marktrecht sowie eine Stadtummauerung.
1517 Beginn der Reformation
1583-1587 Truchseß’schen Wirren
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg
1756-1763 Siebenjähriger Krieg
1802/1803 Das Herzogtum Westfalen und damit auch das Kirchspiel Drolshagen kommt unter die Herrschaft des Großherzogs von Hessen-Darmstadt.
1803 Das Kloster Drolshagen wird im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Der landgräfliche Auflösungsbeschluss erging am 01.10.1803. In den folgenden Jahren erfolgte der Verkauf der Klostergüter.
1810 Einführung der Schultheißenverordnung. Das Kirchspiel Drolshagen wird in die Schultheißenbezirke Germinghausen, Brachtpe, Dumicke, Husten, Herpel und Bleche eingeteilt.
1813-1815 Freiheitskriege
1816 Nach dem Wiener Kongreß 1815 wird das Herzogtum Westfalen dem Königreich Preußen zugesprochen und 1816 von diesem in Besitz genommen.
1821 Das Herzogtum Westfalen wird kirchlich vom Erzbistum Köln getrennt und dem Bistum Paderborn zugeschlagen.
1826/1841 Die Schultheißenbezirke werden aufgelöst.
1838 Stadtbrand von Drolshagen, der nahezu alle Gebäude vernichtete.
1841 Durch die Preußische Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen entsteht das Amt Drolshagen.
1870/71 Deutsch-Französischer Krieg
1914-1918 1. Weltkrieg
1939-1945 2. Weltkrieg
1947 Die Provinz Westfalen wird dem Bundesland Nordrhein-Westfalen der Bundesrepublik Deutschland zugewiesen.
1969 Kommunale Neugliederung des Landkreises Olpe. Das Amt Drolshagen wird mit den selbständigen Gemeinden Drolshagen-Stadt und Drolshagen-Land zur neuen Stadt Drolshagen zusammengeschlossen.

 

 

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